Lampionkinder



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Hubrig Lampionkinder, das Mädchen mit dem Mond aus der Hubrig Volkskunst

Wie auch alle anderen Figuren der Hubrig Volkskunst, ist auch das Mädchen mit der Mond-Laterne, die mit Liebe zum Detail und größter Sorgfalt hergestellt wird. Die Figur aus der Serie "Lampionkinder" wartet freudig mit Ihrer Laterne in der Hand bis es endlich losgeht und sie den Weg durch die dunkle Nacht leuchten darf auf den ersten Martinszug. Die Laterne in Form eines lachenden Mondes ist an einem langen Laternenstab befestigt. 

Für diesen besonderen Tag hat sich das Mädchen besonders hübsch gekleidet. Sie trägt einen braunen Hut und ein blaues Kleidchen mit hübschen schwarzen Lackschuhen. Die Figur aus der Hubrig-Volkskunst hat eine Größe von 8 Zentimetern und steht sicher auf einem kleinem rundem Sockel.

Die Geschichte der Laternenumzüge

Alle Jahre wieder pünktlich zum 11. November gibt es für einen ganz bestimmten Heiligen einen Gedenktag. Man nennt ihn St. Martin. Fast überall in Deutschland ist es einen Brauch, bei dem Kinder mit Ihren Laternen in bunten Farben, manchmal sogar mühevoll selbst gebastelt, durch die Straßen ziehen und zusammen singen. 

Manche führen sogar ein Theaterstück mit bestimmten Szenen aus Martins Leben auf. Die Geschichte handelt von einem Bettler, der in einer kalten Nacht von Martin ein Stück seines Mantels erhält. Diese Geschichte kennen wir so alle. Aber warum wurde Martin eigentlich ein berühmter Heiliger? Und wer war Martin genau?

Martin war ein äußerst hilfsbereiter Mensch, sein ganzes Leben lang. Mit 15 Jahren, als er zur Armee ging und Soldat wurde, fand er an einem kalten Wintertag einen hungernden und frierenden Bettler, der Hilfe brauchte. Martin teilte mit seinem Schwert seinen weiten Mantel und gab ihm die Hälfte. Der Legende nach soll ihm in der folgenden Nacht im Traum ein Bettler erschienen sein und gesagt haben, er sei in Wahrheit Jesus Christus.

Nach diesem Tage ließ sich Martin taufen und verließ den Militärdienst. Sein Ziel war die französische Stadt "Poitiers", wo Bischof Hilarius lebte, der sein Lehrer wurde. Da er daraufhin vom Papst heilig gesprochen wurde, ist Martin nur der Schutzpatron vieler verschiedener Berufe wie Winzer, Fassmacher, Huf- und Waffenschmied, Schneider, Müller, Hutmacher, Hirte und Bürstenbinder. Außerdem beschützt es Soldaten, aber auch Bettler auf ihrem Wege und alle Haustiere.

Warum der Brauch mit den Laternen? 

Warum die Menschen mit Laternen gehen, hat zwei Gründe. Früher haben die Leute schon am Grab des heiligen Martin Lichterprozessionen gemacht, woraus sich vermutlich die Laternenumzüge entwickelt haben. 

Ein anderer Grund könnte im Jahresablauf der Bauern liegen. Um den Martinstag herum im November werden Feuer und Licht für die Menschen immer wichtiger, da es früh dunkel wird und man den Ofen zum ersten mal einheizte. Außerdem beenden die Bauern ihre Arbeit auf den Feldern bis Ende November. Sie entfachten zum Dank für die Ernte ein Feuer, die Kinder entzündeten daraus ihre Fackeln und zogen durch die Orte, um Gebäck und Obst zu erbetteln.